19 Einsatzlagen, 70 Jugendliche und ein Wochenende voller gemeinsamer Erlebnisse: Beim Tag der Berufsfeuerwehr am 10. und 11. Oktober 2026 konnten die Jugendfeuerwehr Ettlingen und das Jugendrotkreuz Ettlingen erleben, wie abwechslungsreich ein Dienst bei Feuerwehr und Rettungsdienst sein kann. Knapp 70 Helfer und Betreuer unterstützten die Veranstaltung und sorgten dafür, dass neben den Einsätzen auch die Verpflegung, das Freizeitprogramm und die Gemeinschaft nicht zu kurz kamen.
Für die Jugendgruppen im Tal begann am Samstag ein 24-Stunden-Dienst im Feuerwehrhaus Ettlingen. Auf dem Berg fand das Programm vom Samstagmorgen bis in den Abend statt. An beiden Standorten warteten zahlreiche Aufgaben auf die Jugendlichen, die gemeinsam gelöst werden mussten.

Abwechslungsreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet
Die vorbereiteten Szenarien deckten verschiedene Aufgaben der Feuerwehr ab. Dazu gehörten ein angenommener Brand der Sommerfesthalle in Schluttenbach und eine ausgelöste Brandmeldeanlage im Kindergarten Schöllbronn. Ein Verkehrsunfall in Bruchhausen und austretende Betriebsstoffe in Ettlingen stellten die Jugendlichen vor weitere Herausforderungen.
Auch eine Menschenrettung über die Drehleiter stand auf dem Programm. Dabei konnten die Jugendlichen erfahren und welche Möglichkeiten das Fahrzeug bei der Rettung aus größeren Höhen bietet.
Bei allen Übungen war Teamarbeit gefragt. Aufgaben mussten verteilt, Geräte bereitgestellt und Absprachen getroffen werden. Die Jugendlichen konnten ihr Wissen aus den regelmäßigen Übungen anwenden und neue Erfahrungen sammeln. Durch die Zusammenarbeit von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz ergänzten sich die verschiedenen Aufgaben und Kenntnisse.
Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehren im Tal waren abteilungsübergreifend auf die Fahrzeuge verteilt. Die Zusammenarbeit in den gemischten Mannschaften machte ihnen besonders viel Spaß. Was im Vorfeld vielleicht noch Fragen aufwirft, war für die Jugendlichen an diesem Wochenende ganz selbstverständlich: gemeinsam anpacken, sich gegenseitig unterstützen und über Abteilungsgrenzen hinweg eine gute Zeit haben.
Die eigens eingerichtete „Leitstelle Ettlingen“ übernahm die Alarmierungen und begleitete die Einsätze über Funk. Dort liefen Rückmeldungen und Rückfragen zusammen. Für regelmäßigen Einsatznachschub war also gesorgt.
Realbrände und Einsätze bis in die Nacht
Zu den besonderen Ereignissen gehörten die beiden vorbereiteten Realbrände am frühen Abend in Bruchhausen und Ettlingen. Die Übungen fanden im Bereich der Luitfriedstraße am Friedhof Bruchhausen und auf dem Gelände eines ehemaligen landwirtschaftlichen Hofes an der Einsteinstraße statt.
Unter Anleitung und Aufsicht konnten die Jugendlichen einen Löschangriff an einem echten Feuer erleben. Damit ergänzten die beiden Übungen die übrigen Szenarien um praktische Eindrücke, die bei einem nur angenommenen Brand schwer zu vermitteln sind.
Für die Teilnehmer des 24-Stunden-Dienstes ging es auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter. Weitere Alarmierungen am Abend und in der Nacht, darunter eine Nachforderung zur Überlandhilfe, hielten die Gruppen auf Trab. Auch nach einem bereits ereignisreichen Tag mussten sich die Mannschaften wieder auf eine neue Aufgabe einstellen.

Rettungsolympiade und gemeinsame Zeit
Ein weiterer Höhepunkt war die Rettungsolympiade. An verschiedenen Stationen waren Geschick, gemeinsames Überlegen und Zusammenarbeit gefragt. Zahlreiche Helfer betreuten die Aufgaben und begleiteten die Jugendlichen.
Zwischen den Einsätzen blieb außerdem Zeit für das Freizeitprogramm im Tal und auf dem Berg. Dabei konnten sich die Teilnehmer besser kennenlernen, austauschen und gemeinsam Spaß haben. Denn zu einem solchen Wochenende gehören neben den Übungen auch die Begegnungen und Erlebnisse abseits des Einsatzgeschehens.
Das Foto- und Social-Media-Team begleitete das Wochenende mit der Kamera und sammelte viele Bilder und Videos. Einige dieser Eindrücke sind auf dem Instagram-Kanal der Feuerwehr zu sehen.

Gute Verpflegung für einen langen Tag
Bei so vielen Aktivitäten durfte eine gute Verpflegung natürlich nicht fehlen. Um das Mittagessen auf dem Berg kümmerte sich das Küchenteam, im Tal unterstützten die Helfer des DRK.
Besondere Unterstützung gab es beim Abendessen: Der Förderverein St. Florian übernahm die Kosten, und die Vorstandschaft packte auch selbst in der Küche mit an. Feuerwehrkommandant Luca Arsic bereitete gemeinsam mit der Vorstandschaft und weiteren Helfern das Essen zu. Nach einem Tag voller Einsätze war das gemeinsame Abendessen eine willkommene Gelegenheit, sich zu stärken und etwas zur Ruhe zu kommen.
Begeisterte Rückmeldungen
Das Wochenende kam bei den Jugendlichen richtig gut an. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Besonders die abwechslungsreichen Einsätze und die gemeinsame Zeit machten den Tag der Berufsfeuerwehr zu einem Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
Wenn es nach den Teilnehmern ginge, könnte die Veranstaltung gleich mehrmals im Jahr stattfinden. Das ist ein schönes Kompliment für alle Beteiligten und die Arbeit, die über Monate in die Vorbereitung geflossen ist.
Der Tag der Berufsfeuerwehr bot die Gelegenheit, Erlerntes auszuprobieren, neue Aufgaben kennenzulernen und als Gruppe zusammenzuwachsen. Die Begeisterung der Jugendlichen macht Lust auf weitere gemeinsame Übungen und Veranstaltungen.
Danke an alle Unterstützer
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die ihre Zeit und Freizeit für dieses Wochenende eingesetzt haben.
Besonders danken die Organisatoren den Jugendbetreuern aller Abteilungen und den Betreuern des Jugendrotkreuzes für die monatelange Planung, Vorbereitung und Betreuung. Ebenso gilt der Dank allen Helfern bei den Einsatzlagen, der Rettungsolympiade und dem Freizeitprogramm sowie der „Leitstelle Ettlingen“ für die Alarmierungen und die Begleitung am Funk.
Danke an das Küchenteam auf dem Berg, die Helfer des DRK im Tal und den Förderverein St. Florian für die Finanzierung des Abendessens. Ein besonderer Dank geht an die Vorstandschaft, Feuerwehrkommandant Luca Arsic und die weiteren Helfer für die Zubereitung.
Auch dem Foto- und Social-Media-Team sowie allen, die ihre Gebäude, Grundstücke und Wiesen zur Verfügung gestellt haben, gilt ein großes Dankeschön.
Ob aktive Wehr, Betreuer, Eltern, Küche oder weitere helfende Hände im Hintergrund: Jede Unterstützung hat dazu beigetragen, dass dieses Wochenende für die Jugendlichen ein voller Erfolg wurde. Über erneute Unterstützung beim nächsten Tag der Berufsfeuerwehr und bei den kommenden Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr würden sich die Organisatoren sehr freuen.



