B – Alarmstufenerhöhung auf B4

Einsatznummer: 337/2026
Datum: 14. Oktober 2026 um 11:27 Uhr
Alarmierungsart: Meldeempfänger
Dauer: 7 Stunden 33 Minuten
Einsatzart: Brand
Einsatzort: Neudorfstraße, Malsch
Mannschaftsstärke: 45
Einheiten und Fahrzeuge:


Weitere Kräfte: Drohnenstaffel | Fachberater Bau/Einsturz | Feuerwehr Durmersheim | Feuerwehr Malsch | KFV-Pressesprecher | Polizei | Rettungsdienst | THW | Werkfeuerwehr Mercedes-Benz AG


Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Malsch wurde zunächst mit dem Stichwort „B – Garage / Carport / Gartenhaus“ in die Neudorfstraße alarmiert. Da bereits während des Notrufs eine Ausbreitung auf benachbarte Wohnhäuser drohte, wurde das Alarmstichwort auf „B – Alarmstufenerhöhung auf B4“ erhöht und die Drehleiter der Abteilung Ettlingen-Stadt nachalarmiert. Kurze Zeit später wurde zusätzlich ein Löschfahrzeug aus Ettlingen zur Unterstützung angefordert.

Beim Eintreffen der Ettlinger Einsatzkräfte stand ein Dachstuhl in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf einen zweiten Dachstuhl übergegriffen und drohte, sich auf einen dritten, unmittelbar angrenzenden Dachstuhl auszubreiten. Die Feuerwehr Malsch war zu diesem Zeitpunkt bereits mit mehreren Trupps unter Atemschutz und C-Rohren zur Brandbekämpfung im Einsatz.

Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr Ettlingen am Dachstuhl wurden über die Drehleiter durchgeführt. Dabei wurden Dachziegel von außen entfernt, um die Brandstellen gezielt ablöschen zu können. Zusätzlich unterstützten zwei Trupps unter Atemschutz die Löscharbeiten. Gleichzeitig wurde eine Riegelstellung zum benachbarten Gebäude aufgebaut, um ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden der Löschzug Tal und der Abrollbehälter Atemschutz der Abteilung Ettlingen-Stadt nachalarmiert. Im weiteren Verlauf kamen auch die Drehleiter der Feuerwehr Durmersheim und die Hubrettungsbühne der Werkfeuerwehr der Mercedes-Benz AG aus Rastatt zum Einsatz.

Durch den gemeinsamen Einsatz im Innen- und Außenangriff konnte eine Ausbreitung auf den dritten Dachstuhl verhindert werden. Aus der betroffenen Wohnung wurden mehrere Wellensittiche und Katzen gerettet. Die Tiere wurden anschließend zur weiteren Behandlung einer Tierklinik zugeführt.

Aus dem Abrollbehälter Atemschutz wurden insgesamt 34 Atemschutzgeräte an die Einsatzkräfte der Feuerwehren Malsch, Ettlingen und Durmersheim sowie der Werkfeuerwehr der Mercedes-Benz ausgegeben. Insgesamt waren knapp 20 Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Die Hygienekomponente der Feuerwehr Ettlingen unterstützte die eingesetzten Kräfte bei den erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Zur Beurteilung der Standsicherheit des Gebäudes wurden die Fachberater Bau/Einsturz hinzugezogen. Ein Fachberater des Technischen Hilfswerks gab eine Einschätzung ab, ob eine Unterstützung durch das THW angesichts der örtlichen Bebauung möglich ist. Die Drohnenstaffel des ASB Karlsruhe unterstützte die Einsatzleitung mit aktuellen Luftbildern der Einsatzstelle.
Die Netze BW schaltete die betroffenen Gebäude stromlos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Unter der Leitung von Einsatzleiter Martin Müller waren die Feuerwehren Malsch, Ettlingen und Durmersheim sowie die Werkfeuerwehr Mercedes-Benz mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei war mit bis zu acht Streifenwagenbesatzungen verschiedener Dienststellen im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst an der Einsatzstelle. Im weiteren Einsatzverlauf übernahm die DRK-Bereitschaft Malsch die Absicherung der Einsatzkräfte.

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