Einsatznummer: 226/2026
Datum: 14. Juli 2026 um 11:20 Uhr
Alarmierungsart: Meldeempfänger, Telefon
Dauer: 5 Stunden 40 Minuten
Einsatzart: Sonstiges
Einsatzort: Friedrichstraße, Ettlingen
Mannschaftsstärke: 30
Einheiten und Fahrzeuge:
- Führung: 10-1 – KdoW
- Ettlingen-Stadt: 1/50 – VRW | 1/44 – LF 20 | 1/24 – TLF 20/40-SL | 1/74 – GW-T | 1/19 – MTW
Weitere Kräfte: Fachberater Chemie | Feuerwehr Malsch | Polizei | Rettungsdienst | Stadtbauamt
Einsatzbericht:
Am Dienstag hat die Feuerwehr Ettlingen den Entschärfungsdienst des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg bei der Entschärfung von Gefahrstoffen aus einer ehemaligen Apotheke abgesichert. Die Stoffe wurden in einem Kieswerk kontrolliert gesprengt.
Beim Ausräumen einer ehemaligen Apotheke in der Friedrichstraße durch eine Fachfirma wurden potenziell gefährliche Stoffe festgestellt. Daraufhin wurde die Polizei mit dem Fachbereich Gewerbe/Umwelt verständigt. Nachdem diese die Brisanz der Lage vor Ort erkannt hatte, wurde der Entschärfungsdienst des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg aus Stuttgart angefordert. Außerdem wurde durch die Polizei die Stadtverwaltung in Kenntnis gesetzt. Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker informierte daraufhin den Feuerwehrkommandanten Luca Arsic und machte sich selbst vor Ort ein Bild der Lage.
Mit dem Eintreffen des Entschärfungsdienstes wurde vom hauptamtlichen Personal der Feuerwehr Ettlingen das Löschfahrzeug zur Absicherung bereitgestellt. Nachdem die Erkundung durch die Entschärfer ergeben hatte, dass die Stoffe in der Nähe gesprengt werden müssen und ein Sicherheitsabstand von 400 Metern erforderlich ist, wurden zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert, um den Transport abzusichern. Neben dem Führungsfahrzeug wurden dazu das Tanklöschfahrzeug und der Gerätewagen-Transport mit Sandsäcken angefordert.
Außerdem wurde das Feuerwehrhaus Ettlingen besetzt, um den Grundschutz für das Stadtgebiet sicherzustellen.
Im geschlossenen Verband mit der Polizei und dem Entschärfungsdienst wurden die Stoffe zu einem Kieswerk an einem Baggersee bei Malsch transportiert und dort kontrolliert gesprengt. Durch die Feuerwehren Ettlingen und Malsch sowie dem Rettungsdienst wurden diese Maßnahmen, die sich bei hochsommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden hingezogen, abgesichert. In Absprache mit den Entschärfen wurden an der Sprengstelle Sandsäcke aufgeschichtet und nach der erfolgreichen Sprengung der betroffene Bereich gewässert.
Unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Luca Arsic waren 35 Feuerwehrangehörige der Feuerwehren Ettlingen und Malsch beteiligt. Ein Rettungswagen stand zur Absicherung der Einsatzkräfte bereit. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen, Polizeimotorrädern, dem Fachbereich Gewerbe/Umwelt und dem Entschärfungsdienst im Einsatz.




